Same shit - different asshole

Eine Site mit klasse Flash-Pages: http://www.zefrank.com/ Schaut mal “Spin String” an
Beeindruckendes Projekt vom Photographen wom Photographen Sacha Dean Biyan. Primär interessant für Männer und Sound einschalten! http://www.eccentris.com/
Felix betritt den Mediamarkt mit der Absicht einen kleinen Kühlschrank zu kaufen. In dem Gang mit den vielen weißen Boxen angekommen stechen auch schon 3 nicht zu große Würfel ins Auge.
Durch die untersuchenden Blicke des offensichtlich kaufwilligen Kunden angezogen preist bereits nach überraschend kurzer Zeit eine Verkäuferin ihre Hilfe an:
“Gudn Taag, kann ich Ihnen helfen?”
Felix: “Ja, ich suche einen kleinen Kühlschrank in dieser Größe” (deutet auf den kleinen würfelförmigen Kühlschrank)
“Gibt es zu diesem Modell noch Alternativen?”
Verkäuferin: “Das ist kein Kühlschrank, das ist ein Gefrierschrank!”
Felix: “Wirklich? Auf dem Typenschild steht aber ‘Kühlschrank’ .
Verkäuferin: “Das ist ein Gefrierschrank!”
Felix öffnet die Tür des weißen Würfels und deutet auf das Eisfach:
“Und was ist das?”
Verkäuferin macht die Tür wieder zu und schaut nochmal auf das Typenschild: “OK, sie haben Recht, das ist ein Kühlschrank.”
Verkäuferin dreht sich um und zeigt auf den zweiten der 3 Würfel: “Also diese beiden Kühlschränke hätten wir in dieser Größe.”
Felix deutet auf das Typenschild des zweiten Gerätes: “Aber hier steht doch ‘Gefrierschrank’ ! “.
Verkäuferin öffnet den Gefrierschrank (das mit dem Eisfach war wohl ein guter Tip): “Nein stimmt, das ist ein Gefrierschrank”.
Felix (schmunzelnd): “Also dann haben sie nur diesen einen Kühlschrank in dieser Größe und es gibt keine Alternativen?”
Verkäuferin (wirkt etwas durcheinander, dem 2.Gefrierschrank schenkt sie gar keine Beachtung mehr): “Ja.”
Felix: “Was wiegt der Kühlschrank denn?”
Verkäuferin: “Wie bitte???”
Felix: “Welches Gewicht hat der Kühlschrank?”
Verkäuferin: “Puh… was für ein Gewicht wird der haben? Schauen wir mal in die Bedienungsanleitung.”
Verkäuferin kramt die Bedienungsanleitung heraus und blättert über die Seiten: “Also hier steht nichts über das Gewicht. Das kann ich ihnen nicht sagen”
Felix etwas ungehaltener (sein Inkompetenz-ertrags-pensum wurde bereits diesen Montag überschritten):
“Könnte ich mal hören, wie laut der Kühlschrank ist?”
Verkäuferin (sieht sich kurz suchend um): “Ja ok, das geht.”
Felix und die Verkäuferin tragen den Kühlschrank ein paar Gänge weiter zu den Kollegen von der Staubsaugerabteilung, die sogar einen Stromanschluß auf ca. 1,8m Höhe an der Wand haben.
Verkäuferin mit besorgtem Blick auf die Steckdosen (noch eine Panne mußte jetzt nicht mehr sein):
“Hoffentlich reicht das Kabel bis dort hoch.”
Sie hatte Glück (wie schade
) das Kabel paßte.
Felix schaltet den Kühlschrank ein und lauscht dem Kompressorsäuseln. Murmelt in sich hinein: “hmm ja… paßt schon”
Felix: “Eine Frage noch: Wenn ich diesen Kühlschrank mit zum Campen nehme, muß ich dann irgendetwas beachten?”
Verkäuferin: “Nein, nicht daß ich wüßte” (war ja auch nicht zu erwarten)
Felix: “Ok ich nehme den Kühlschrank.”
Verkäuferin (sichtlich erleichtert) läßt mit beeindruckender Gewandtheit eine Rechnung aus dem Computer und erklärt in korrekten Worten, wo die Ware abzuholen sei.
Patentschutz auf Kartoffeln. Ja – sowas gibt’s!
Wie verrückt muss die Welt sein, wenn Bauer nicht mal mehr ihr Saatgut aussäen und verkaufen dürfen. Langsam tut’s weh. Wie hatte der Allein-Unterhalter auf der Hochzeit gesagt: “Uns gehört nicht mal mehr das Wasser”. Na – das Wasser wohl schon noch aber die Kartoffel nicht mehr! Nicht zu glauben? Hier:
http://www.taz.de/pt/2005/07/29/a0110.nf/text
Nein zum Feiern war meine Stimmung am Samstag bei Erwin’s Hochzeit eigentlich nicht. Aber ich konnte mich etwas als charmant-attraktiver Halb-Macho in Szene setzen, so daß es doch zu ein paar lustigen Konversationen kam und ich die gewonnenen Sympathien mein Kastrationsgefühl nach der letzten Enttäuschung doch deutlich linderte.
Lustig waren dann auch die ungefragt penetranten Ausführungen des bestellten Alleinunterhalters Florian der in mir ein gefundes Opfer für die detailierte Ausführungen seiner “in jahrelangen Recherchen mit bis zu 15-18H/Tag” erarbeiteten “Wissens” viel über die Weltherrschaften im Hintergrund, den Fängen der Bilderberg Group, der Korrumpiertheit der gesamten Politik, dem Systemfehler unserer Zinswirtschaft (Na toll: Ralf’s Link konnte nicht passender kommen), der Fatalität kohlehydratreicher Ernährung und der Wichtigkeit von Omega-3 Fetten, kaltgepresster Öle, und des regelmässigen Konsums von Leinöl berichten musste …
Ja – ich bin ungefragt “erleuchtet” worden!
Obwohl Florian ziemlich sicher dem Begriff PVT mehr als gerecht und ich am Abend auf seine penetrante Art irgendwann nur noch mit stichelenden Kommentaren und zeitweiliger Flucht nach Draussen überleben konnte: Ein bisschen nachdenklick gemacht hat er mich dann allerdings schon. Vielleicht lag’s auch an mehr am frustrierenden Vor-Erlebnis der Anzugshose, die selbst im zweiten Loch noch kneifte.
Also ja – ich geb es zu: Seit gestern steht bei mir Leinöl im Kühlschrank. Genauso wie ziemlich viel anderes, umgewandeltes Geld aus dem Alnatura Laden und zum Mittags gibt’s seitdem nur noch Obst & Gemüse. 78kg wären wohl aus Sicht der Lebenserwartung mein Ideal-Gewicht und bei -1,5kg/Woche in einem halben Jahr gar nicht so absurd. 85kg wären aber eigentlich auch schon mehr als hinreichende Gründe zum Jubeln.
On y Va!
Bis dahin gab’s am Sonntag zumindest noch motivierenden Surrogat-Sex: Einen Honda S2000 hatte Erwin sich als Brautfahrzeug gegönnt und mit lapidarem “Ab sechs Uhr kann’sch ‘n ham’” mir das gefährliche Biest dann abends noch für ein paar Stunden übergeben. Etwas verdattert war ich allerdings schon von der Wirkung dieses sportlichen Cabrios, denn noch nie hatte ich erlebt dass ein Haufen dekorierenden Blechs derart viele weibliche Blicke auf einen ziehen kann. Überhaupt nicht mehr wegzudiskutieren war dieser Effekt spätestens nach meiner Begegnung mit einer Horde jurgendlicher Frauen, die im beschaulichen Örtchen mitten auf der Strasse liefen. Eine war gar derart hingerissen vom guten Blechstück, oder dem sommerlich leuchtend weiß/neon-grün angezogenem Fahrer, oder Beidem, dass sie gleich Mitten auf der Strasse gebannt stehen blieb bis sie doch von Freundinnen eiligst von der Strasse gezerrt wurde, um dann nicht doch noch langsam von mir überrollt zu werden.
Kopfschmerzen hatte ich dann nach 2h offener Fahrt dann schon. Aber die Freude über Sonne, Wolken und schöner Landschaft hatte im Gegenzug doch einiges meiner Traurigkeit und Einsamkeit genommen. Die Leere des Beifahrersitzes blieb trotzdem. Schön dann doch, das Felix gerade auf dem Weg von München nach Ulm und zufällig auf Höher der Ausfahrt war und diese Rolle zumindest zeitweilig übernahm. Irgendwann wollter er aber seinen im Auto deponierten Sittich auch nicht mehr allein lassen und die sorgenden Anrufe auf dem Mobile wurden auch immer mehr.
Und der Montag danach? Naja – Montag sind eben Montage und so war mein Start in die Woche mal wieder geprägt von gähnender Lethargie, allgegenwärtiger Dilentantie, hilfesuchenden Chefs, offenen Fragen und der Wichtigkeit des allgegenwärtigen Kaffees. Wann ich denn Urlaub machen würde? Wohl erst mal gar nicht – vielleicht mal kurzfristig ein paar Tage, sobald mich alternative Ideen begeistert haben. Ansonsten halt mal 1 Woche so zum Radfahren und Sachen erledigen. Allein reisen ist nicht so mein Ding.