Link geklickt - Wohnung heimlich überwacht und anschliessend gestürmt?
Heute platzt mir mal wieder der Kragen. Die ganze Litanei an Repressionswerkzeugen die unsere werte Regierung sich tagtäglich aus der Nase zieht (“Der Atomanschlag kommt – die Frage ist nur wann. Aber bitte keine Panik, sondern nutzt die verbleibende Zeit!”) ist noch gar nicht in Kraft und trotzdem werden immer wieder mehr Details bekannt, so dass wir schon längst die Grenzen einer freiheitlichen Gesellschaft hin zum kontrollierenden Staat überschritten haben.
So berichtet der Tagesspiegel in seiner Online-Ausgabe dass das BKA wohl seit einigen Monaten einen sogenannten Honeypot betrieb. Auf dem Server des BKA wurde eine Webseite eingerichtet, die sich als Thema mit der “Militanten Gruppe” befasste. Wer die Webseite, aus welchen Gründen auch immer, aufrief, dessen IP-Adresse wurde gespeichert und das BKA versucht die Person dahinter zu ermitteln.
Wenn man sich nun klar macht wie leicht somit jeder unbescholtene Bürger in das Visier der Fahnder rutscht und bei den aktuellen Bemühungen aufgrund eines Zufall innerhalb kürzester Zeit sein Anrecht auf unversehrte Privatsphäre verliert, dann ist das schon mehr als alarmierend. Tragik-komisch wird die ganze Sache auch noch dadurch, daß die betroffene Seite unter einer offiziellen BKA-URL liegt: http://www.bka.de/fahndung/personen/tatkomplexe/militante_gruppe/ .
Und? Was ist nun? Ja – das oben ist der Link! Jeder auch nur Millisekunde die der Leser auch nur zögert ob er dem Link wohl folgen darf oder nicht ist nur Ausdruck, daß wir schon längst unsere elementarsten Freiheiten gegen Ängste eingetauscht haben.
Quellen:


