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25.01.2009

Videos aus der ZDF Mediathek abspeicher

Filed under: Technologie

Die ZDF Mediathek bietet für jeweils sieben Tage die Möglichkeit online ausgewählte Sendungen über das Internet anzuschauen. Nur das abspeichern wird weitestgehend verhindert. Dieses Tutorial zeigt wie es geht.

Zuerst braucht man den MPlayer. Dann öffnet man die Mediathek und sucht sich die entsprechende Sendung heraus. Ziel ist es, die .asx-Datei downzuloaden. Am besten man spielt die Datei als Windows Mediaplayer an, drückt im Video rechte Maustaste, Eigenschaften, kopiert den Link in das Browser-Fenster und speichert dann mit “Datei speichern” die .asx Datei ab. http://www.timroschanski.de/?p=276 gibt hier noch mehr Tipps. Danach kann man die .asx-Datei mit einem Texteditor öffnen und den darin enthaltenen mms://-Url kopieren. Jetzt ist man fast am Ziel und muss mit dieser URL nur noch den MPlayer aufrufen, z.B.:

mplayer <del>nolirc -really</del>quiet <del>dumpstream -dumpfile 090119_einmanneinfjord_oesn723gd_emef_vh.wmv mms://c36000</del>o.w.core.cdn.streamfarm.net/36000zdf/ondemand/3546zdf/zdf/zdf/09/01/090119_einmanneinfjord_oesn723gd_emef_vh.wmv

Alternativ gibt es das Ruby-Script MTScrape http://bb.xnull.de/projects/mtscrape/, welches allerdings etwas Installationsaufwand und -kenntnisse benötigt und letztendlich auch nur den MPlayer damit etwas komfortabler aufruft.

Update: Noch viel besser, es scheint nun sogar ein OpenSource-Programm zu geben: http://www.aptgetupdate.de/2008/12/12/videos-aus-der-zdf-ard-3sat-mediathek-laden-teil-1/

26.09.2008

Support von GMX mal wieder unter aller Kanone

Filed under: LifeZapper, Technologie

Die Effizienz der Kommunikation mit dem Support von GMX (1&1) ist mal wieder auf absolut gewohntem Niveau. Mir platzt da gleich der Kragen, weil ich es nicht anders kenne: Konkrete Frage gestellt – Ausweichende und nichtssagende Antwort bekommen.

Sehr geehrter Herr S.,

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 23.09.2008, gerne helfe ich Ihnen weiter.

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sehen Sie in Ihrem GMX Control-Center.

Ich danke für Ihr Verständnis und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen sehr gerne zur Verfügung, Sie können uns auch unter 09001000415 (0-24 ct/Min. Festnetz Dt. Telekom, Mobilfunkpreise ggf. abweichend) telefonisch erreichen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Büttner
Kundenberater

1&1 Internet AG
Elgendorfer Str. 57,
56410 Montabaur
Amtsgericht Montabaur HRB 6484
Vorstand: Henning Ahlert, Ralph Dommermuth, Matthias Ehrlich, Thomas Gottschlich, Matthias Greve, Robert Hoffmann, Markus Huhn, Dr. Oliver Mauss, Achim Weiss – Aufsichtsratsvorsitzender: Michael Scheeren

> Direkte Beratung – DSL:
>———————————-
>

> Bemerkung:
> Sehr geehrter GMX-Team,
>

> wo haben Sie denn auf ihrer Website die AGB für Ihre Produkt “FreeDSL” versteckt; und wie kann ich diese abrufen?
>

> Freundliche Grüße

19.09.2008

Vorsicht: Tödliches Oracle unter Linux

Filed under: Technologie, Java Devel.

Ich krieg mich nicht mehr. Als erstes hab ich da erst mal gelästert von wegen: “Applikation stirbt weil es dem Oracle Platz wegnimmt.”

Dann hab ich allerdings das Kernel Log mal aufmerksam ganz durchgelesen und bin über ein interessantes Feature der Linux-Distribution gestoßen: Dem oom-killer:

Sep 18 18:47:01 pbv kernel: oracle invoked oom-killer: gfp_mask=0×201d2, order=0, oomkilladj=0


Sep 18 18:47:25 pbv kernel: Out of memory: Killed process 7795 (java).

Ihr seht also: Niemals sich mit den ‘Großen’ anlegen!

    Update:
Ja das wird ja immer mehr zum Knaller! Das ist sogar eine Facility die den Todeskandidaten nach einem Masterplan auswählt:

/*
 * oom_badness - calculate a numeric value for how bad this task has been
 * @p: task struct of which task we should calculate
 * @p: current uptime in seconds
 *
 * The formula used is relatively simple and documented inline in the
 * function. The main rationale is that we want to select a good task
 * to kill when we run out of memory.
 *
 * Good in this context means that:
 * 1) we lose the minimum amount of work done
 * 2) we recover a large amount of memory
 * 3) we don't kill anything innocent of eating tons of memory
 * 4) we want to kill the minimum amount of processes (one)
 * 5) we try to kill the process the user expects us to kill, this
 *    algorithm has been meticulously tuned to meet the principle
 *    of least surprise ... (be careful when you change it)
 */

10.03.2008

Wenn’s mal wieder länger dauert - NTFS Performance Tuning für Entwickler und Poweruser

Filed under: Java Devel.

NTFS Performance-Essentials für Java-Entwickler und Power-User (you want to know this!)

Ich war kurz vor dem verzweifeln, hab ich doch meinem Chef schon vor Monaten eine neue, schnellere Platte abgeschwatzt und trotzdem wurde mein Rechner (Notebook) von Monat zu Monat noch unerträglich langsamer: Projekte aufmachen dauert ewig, Datei-inintensive Operationen wie auschecken, compilieren oder löschen halfen das meditative Level hochzuhalten und der Rechnerstart am Morgen starten war der Tee-/Kafferundgang Pflicht.

Nun bin ich ja doch eher jemand der sein System hegt und pflegt, daher waren Dateidefragmentierung, Registry aufräumen, Temp-Files löschen, Trojanersuche und unnötige Treiber/Dienste deinstallieren schon länger regelmäßige Beschäftigungen am Wochenende. Erträglicher wurde es nicht.

Eher per Zufall bin ich nun über eine Detail drüber gestolpert und da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Das Problem sind exzessiv defragmentierte MFT und Metadaten-Strukturen im Filesystem! Dem ist mit Hausmitteln nicht so beizukommen.
Kurzer Abriss der Hintergründe

Windows verwaltet innerhalb von NTFS in der Master File Table (MFT) alle essenziellen Informationen . In dieser Datei befinden sich die Einträge, welche Blöcke zu welcher Datei gehören, die Zugriffsberechtigungen und die Attribute. Jede Eigenschaft einer Datei ist unter NTFS ein Attribut, auch der eigentliche Dateiinhalt.

Metadaten sind Dateininhalte die an einer Datei mit verwaltet werden, aber nicht als Dateinhalte auftreten. Diese unsichtbaren Dateiinhalte werde als ADS (Alternative Data Stream) mit von NTFS verwaltet.

Das Problem: Diese Strukturen werden beim Formatieren einmal zentral angelegt und sollten eigentlich niemals erweitert werden müssen. Bei mir daheim sind diese für 40GB ~90MB groß. Allerdings nicht so bei typischen Entwickler wie uns! Als Entwickler haben wir geradezu unendlich viele Dateien (bei mir waren es mehr als 300.000 im Projekteverzeichnis) was dazu führt dass die MFT zu klein wird uns ständig neu vergrößert werden muss. So belegt die MFT statt den zu erwartenden ~190MB doch insgesamt stattliche 670MB – natürlich lustig verteilt.

Metadaten sind eigentlich optional und sollten eher weniger ein Problem sein. Hier kommt der Kaspersky ins Spiel. Dieser speichert unsichtbar mit der iChecker-Technologie Fingerprints zu jeder Datei was kombiniert mit den unendliche vielen .java-Dateien ebenfalls nochmals die ganze Kalkulation von Windows über den Haufen wirft.

Glaubt ihr nicht? Dann schaut euch mal die Situation im rechten Bild vorher an.
. Dort seht ihr: die MFT die eigentlich am Stück sein sollte ist in mehr als 2600 Fragmente völlig zersplittert!

Der Weg zur Besserung

Was soll ich sagen – mein Laptop hat nun fast eine Woche Feierabend- und Wochenendienste am Stück gebraucht aber nach meinen Bemühungen sind alle Dateiintensiven Operationen plötzlich nahezu doppelt so schnell! (I’m not making this up!).

Hier nun mein 7-Schritte Mantra zu mehr Glücklichkeit und Zufriedenheit im Leben eines Entwicklers:

      Speicherplatz freiräumen und alte Verzeichnisse mit vielen Dateien löschen

      Perfectdisk Trial und/oder Diskkeeper Pro Trial herunterladen. Bei mir war das alles so im argen das Perfectdisk Anfangs beim MFT-Defragmentieren abgestürzt ist und das gar nicht mehr gepackt. Nach etwas Vorarbeit von Diskeeper war das sonst bessere Perfectcare dann allerdings in der Lage alles in Ordnung zu bringen

      Installieren und eine erste Dateifragmentierung starten (über Nacht; mehrere Nächte in Folge bis es halbwegs ok ist)

      Über Nacht die Offline-Defragmentierung zu Bootzeit der MFT und Metadaten anstoßen.

      Mit FSUTIL behavior set mftzone 2 c: dem NTFS sagen es soll in Zukunft großzügiger denken

      Optional: Mit FSUTIL behavior set disablelastaccess 1 dem NTFS sagen dass ihr auf die Protokollierung des letzten Lesezugriffs so mal völlig pfeifts

      Den Artikel “Windows flottmachen” aus der c’t 5/08 lesen und über die c’t helper sich mal einen Satz an Tools downloaden die beim sonstigen aufräumen helfen.

Das Ergebnis aller Mühe

...a blazingly fast Windows siehe Bild.